Maßregeln des Besserung und Sicherung (§§ 61 ff. StGB)

Maßregeln der Besserung und Sicherung sind gemäß § 61 StGB:

  1. die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus
  2. die Unterbringung in einer Erziehungsanstalt
  3. die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung
  4. die Führungsaufsicht
  5. die Entziehung der Fahrerlaubnis
  6. das Berufsverbot

Maßregeln der Besserung und Sicherung können neben Strafen oder diese ersetzend durch ein Strafgericht verhängt werden (sog. Zweispurigkeit strafrechtlicher Rechtsfolgen).

Nach § 62 StGB dürfen solche Maßregeln nicht angewendet werden, wenn sie zur Bedeutung der vom Täter begangenen und zu erwartenden Strafen sowie zu dem Grad der von ihm ausgehenden Gefahr außer Verhältnis steht.

Weitere Einzelheiten zu den jeweiligen Maßregeln der Besserung und Sicherung regeln die §§ 63 ff. StGB.

Je nach Einzelfall können strafrechtliche Verurteilungen zusätzlich auch sog. Nebenfolgen (z.B. waffenrechtliche Regelunzuverlässigkeit u.a. bei Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe, Jugendstrafe oder Geldstrafe ab bereits 60 Tagessätzen, § 5 Abs. 2 Nr. 1 lit. a) WaffG wegen (irgend-)einer vorsätzlichen Straftat) nach sich ziehen.