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11 neue Fortbildungsstunden im April und Mai 2016

Neben der praktischen Verteidigungsarbeit und dem regelmäßigen Studium der für Strafverteidiger essentiellen Fachzeitschriften (z.B. NStZ, NStZ-RR, StV, StraFo, StRR) habe ich im April und Mai 2016 nochmal 11 Fortbildungsstunden absolviert:

Warum ich soviel Zeit und Geld in Fortbildung investiere?

Für die meisten Betroffenen stellt ein gegen sie laufendes Strafverfahren eine erhebliche Belastung wirtschaftlicher, psychischer und manchmal auch existentieller Art dar. Hier ist dann spezifisches Fachwissen gefragt, um im aktiven Dialog mit der Staatsgewalt die Rechte meiner Mandanten zu wahren.

 

Hossa!

Rechtsanwalt Michael Garweg hat den Fachanwaltslehrgang Strafrecht erfolgreich absolviert.

Fachanwaltslehrgang im Strafrecht bestanden

Nun ist er da – der Nachweis besonderer theoretischer Kenntnisse im Strafrecht.
Hierfür fordert die Fachanwaltsordnung (FAO) die Teilnahme an 120 fachspezifischen Fortbildungsstunden, § 4 FAO. Neben dem laufenden Kanzleibetrieb manchmal schon organisatorisch nicht immer leicht zu bewältigen. Als nachzuweisende Kenntnisse im Strafrecht fordert § 13 FAO dazu:

1. Methodik und Recht der Strafverteidigung und Grundzüge der maßgeblichen Hilfswissenschaften,
2. materielles Strafrecht einschließlich Jugend-, Betäubungsmittel-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Steuerstrafrecht;
3. Strafverfahrensrecht einschließlich Jugendstraf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren sowie Strafvollstreckungs- und Strafvollzugsrecht.

Umfasst wird damit strafrechtliches Spezialwissen beginnend von der Strafverteidigung im Ermittlungsverfahren, der Vorbereitung und Verteidigung in der Hauptverhandlung über die Rechtsmittel bis hin zu Strafvollstreckung und Strafvollzug.
Als Hilfswissenschaften kommen insbesondere die Rechtsmedizin und die forensische Psychiatrie hinzu, die vor allem aber nicht nur bei der Verteidigung in Kapitalstrafsachen (also schwerwiegenden Straftaten wie Mord, Totschlag, schwerer Raub, etc.) eine maßgebliche Beteiligung im Strafverfahren haben.
Für einen erfolgreich abgeschlossenen Lehrgang sind diese Kenntnisse dann in weiteren 15 Klausurstunden (z.B. 3 Klausuren á 5 Stunden) schriftlich nachzuweisen, §§ 4a, 6 FAO. Hiervon sind auch Rechtsanwälte, die ja alle nach Studium und Referendariat mit zwei Staatsexamen nach § 4 BRAO i.V.m. § 5 DRiG bereits die sog. „Befähigung zum Richteramt“ erworben haben und wie ich zudem über eine mehrjährige anwaltliche Berufserfahrung verfügen, nicht befreit. Man lernt eben nie aus. Wenn man will ;)

Mein Fazit:

Anstrengend, lohnenswert; ich kann mich jetzt verstärkt der praktischen Fallliste widmen, die zusätzlich von der Rechtsanwaltskammer für die Verleihung des Fachanwaltstitels im Strafrecht gefordert wird und habe auch privat wieder ein wenig mehr Zeit fürs Karatetraining :)

Fortbildungshinweis 6 im Strafrecht

Fortbildung zu erfolgversprechenden Verteidigungsmöglichkeiten im Rahmen der Strafzumessung.

In seiner Kolumne hatte der Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof Thomas Fischer unlängst über die Praxis des Bundesgerichtshofs in strafrechtlichen Revisionsverfahren berichtet.

Welche konkreten Kriterien der Bundesgerichtshof bei der Überprüfung der Strafzumessung anwendet und wie dieses fein verzweigte Netz von Normalstrafrahmen, Qualifizierungen, Privilegierungen, benannten und unbenannten „besonders schweren Fällen“ sowie fakultativen oder obligatorisch „vertypten“ Strafmilderungsgründen die Verteidigungschancen schon in der Hauptverhandlung erhöhen kann, referierte der Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof a.D. Andreas Ernemann auf einer Fortbildungsveranstaltung „Rechtsfehler bei der Strafzumessung“ für Strafverteidiger am 12.06.2015, an der Rechtsanwalt Michael Garweg teilgenommen hat.